PRESSEMITTEILUNG
HOLOBIONT a grouped group show
HOLOBIONT
Eine gruppierte Gruppenausstellung
8. bis 13. September 2026
RWK Studios by 3CA, Robert-W.-Kempner-Straße 6–8, 14167 Berlin-Zehlendorf
Begleitend zur Berlin Art Week 2026
Pressemitteilung, Key Facts, Programm, Hintergrundtexte, Bilder und Logos zur redaktionellen Nutzung:
https://drive.google.com/drive/folders/1-6hbPI7DViwB8tIB8hwDz8t0MnT4aGhd
Kontakt
Franziska Röhrs
contact@3caberlin.com
+49 178 6307887
www.3caberlin.com
Instagram: @3caberlin
PRESSEMITTEILUNG
HOLOBIONT: sieben Ausstellungen, sechzig Künstlerateliers, eine Woche in den RWK Studios
Vom 8. bis 13. September 2026 bringt 3CA sieben unabhängig kuratierte Ausstellungen in den RWK Studios in Berlin-Zehlendorf zusammen. Jede Ausstellung steht für sich. Gemeinsame Infrastruktur, Raum und Publikum machen sie vorübergehend als größeres Ganzes lesbar: eine gruppierte Gruppenausstellung.
Berlin, 14. August 2026. HOLOBIONT fragt, was passiert, wenn autonome Ausstellungen beginnen, in Beziehung zueinander zu existieren.
Eine Woche lang entfalten sich sieben Ausstellungen in den RWK Studios, einem 16.000 Quadratmeter großen Kunst- und Produktionsstandort in Berlin-Zehlendorf, an dem rund sechzig Künstler*innen arbeiten. Die Ausstellungen bespielen Hallen und Räume auf dem gesamten Gelände, während Ateliers und Arbeitsumgebungen Teil des erweiterten Programms werden.
Jede der sieben Ausstellungen verfügt über einen eigenen kuratorischen Ansatz, eigene Künstler*innen und eine eigene innere Logik. Unabhängig voneinander konzipiert, treten sie durch einen gemeinsamen Ort, eine gemeinsame Infrastruktur, ein gemeinsames Publikum und einen gemeinsamen Zeitraum miteinander in Beziehung. Zusammen bilden sie das, was wir eine grouped group show nennen.
Die Ausstellungen wurden im Rahmen eines unter HOLOBIONT ausgeschriebenen Open Calls ausgewählt. Die Jury bestand aus Jan Gustav Fiedler (Kurator), Billy Jacob (Director, Kollektion888), Pola van den Hövel (Director und Kuratorin, Villa Schöningen) und Jennifer Braun (Kunsthistorikerin, Kritikerin und Autorin, The Gen Z Art Critic).
Während des Juryprozesses wurde der thematische Dialog zwischen den eingereichten Konzepten ebenso berücksichtigt wie die Stärke jeder einzelnen Ausstellung für sich. Es wurden keine Unterthemen vorgegeben. Dennoch tauchten bestimmte Fragestellungen in den unabhängig voneinander entwickelten Konzepten immer wieder auf: der Körper als Ort von Projektion, Disziplinierung und Transformation; sich verschiebende Grenzen zwischen Organischem und Synthetischem, Menschlichem und Nichtmenschlichem; sowie Fragen nach Wahrnehmung, konstruierten Realitäten und Entfremdung. Weitere Verwandtschaften in Materialien, Oberflächen und Atmosphären wurden sichtbar, als die Konzepte nebeneinander gelesen wurden. Diese Ähnlichkeiten waren nicht Teil des Briefings und nichts, wonach die Jury gezielt gesucht hatte.
Ob diese Resonanzen eine gemeinsame Reaktion auf die Gegenwart, auf Technologie, auf Berlin oder auf ein allgemeineres Gefühl von Instabilität widerspiegeln, bleibt eine offene Frage.
Ergänzend zum Open Call bringt die Ausstellung NO STORIES, NO MIRRORS Künstler*innen zusammen, die in den RWK Studios arbeiten, und bindet damit die Perspektiven derjenigen ein, die den Ort selbst prägen. Die Ausstellung wurde in direkter Beziehung zum Gebäude entwickelt, umfasst ortsspezifische Arbeiten und bildet eine der sieben Ausstellungen innerhalb von HOLOBIONT.
Ein Holobiont bezeichnet einen Wirt gemeinsam mit den Organismen, die in und auf ihm leben. Die einzelnen Organismen bleiben voneinander unterscheidbar, während ihre Beziehungen eine größere ökologische Einheit entstehen lassen.
Das Konzept ist eng mit der Arbeit der Evolutionsbiologin Lynn Margulis und ihrer Forschung zu Symbiose verbunden. Selbst die Zellen komplexer Organismen tragen die Geschichte früherer biologischer Zusammenschlüsse in sich. Mitochondrien stammen von Bakterien ab, die Beziehungen mit anderen Zellen eingingen und schließlich Teil ihrer inneren Struktur wurden. Symbiose bedeutet nicht automatisch Harmonie. Kooperation, Abhängigkeit, Konkurrenz und Ausbeutung können gleichzeitig existieren und sich abhängig von den Bedingungen verschieben.
HOLOBIONT überträgt dieses Modell in den Ausstellungsraum.
Das erweiterte Programm öffnet die RWK Studios sowohl als Ausstellungsort als auch als Ort kontinuierlicher künstlerischer Produktion. Neben den sieben Ausstellungen begegnen Besucherinnen offenen Ateliers, kuratorischen Führungen, Künstlerinnengesprächen, Performances und einem abschließenden Open House.
3CA stellt den Rahmen durch gemeinsam genutzte Räume, technische Infrastruktur, Werkstätten, Netzwerke, Wissen und kollektive Arbeit bereit. Der Produktionsort bleibt dabei durchgehend sichtbar.
Eine Woche lang werden sieben autonome Ausstellungen Teil desselben Organismus.
DIE SIEBEN AUSSTELLUNGEN
1. UNDER THE SILVER SUN
Halle 1, 200 m²
Kuratiert von: Emily Pretzsch
Künstler*innen: Niko Abramidis &NE, Léonard Berthou, Susi Gelb, Daniel Hölzl, Jo Jakob Hübner, Jonathan Joosten, Luka Naujoks, Marlon Nicolaisen, Moksha Richards, Alec Ross, Ida-Marie Simonsen, Johannes Thiel, Anna Zachariades
UNDER THE SILVER SUN
UNDER THE SILVER SUN nähert sich dem Labor sowohl als materiellem Ort als auch als kultureller Idee: einem Ort des Experimentierens, der Wiederholung, des Scheiterns und der Transformation. Mit Installation, Skulptur, Bewegtbild, und Performance entsteht ein posthumanes Archiv, in dem die Positionen von Beobachtenden und Beobachtetem zunehmend instabil werden.
2. NO STORIES, NO MIRRORS
Halle 2, 800 m²
Selbstorganisiert von den teilnehmenden Künstler*innen
Künstler*innen: Mona Schulzek, Justin Urbach, Tatjana Vall, Maxine Weiss, Milena Wojhan
NO STORIES, NO MIRRORS
NO STORIES, NO MIRRORS schafft eine räumliche Konstellation, die von Dunkelheit, partieller Beleuchtung und instabiler Wahrnehmung geprägt ist. Sound, Licht, Video, Skulptur und Performance tauchen in der Halle auf und verschwinden wieder und erzeugen Fragmente möglicher Welten, ohne sie zu einer eindeutigen Erzählung aufzulösen.
3. FAMILIAR STRANGERS
Halle 3, geteilt, 400 m²
Kuratiert von: Zuleykha Ibad
Künstler*innen: Ewelina Węgiel, Anna Raczyńska, Viktor Petrov
FAMILIAR STRANGERS
Ausgehend von Stanley Milgrams Konzept des „familiar stranger“ untersucht FAMILIAR STRANGERS den Punkt, an dem das Vertraute unvertraut wird. Auf Grundlage von Migrationserfahrungen in Mittel- und Osteuropa transformieren die Künstler*innen häusliche Gegenstände, Materialien und alltägliche Formen so lange, bis Vertrautheit ins Wanken gerät.
4. HOLODECK
Halle 3, geteilt, 400 m²
Kuratiert von: Katja Breder, Delphine Wigger, Julian Rümenapf
Künstler*innen: Linus Beckmann, Katja Breder, Aurora Carlucci, Theo Goldbach, Leon Hofmann, Bailey Keogh, Emile Lenoir, Julian Rümenapf, Skyhoje, Delphine Wigger
HOLODECK
Der Titel ist den simulierten Umgebungen aus Star Trek entlehnt. HOLODECK untersucht die Konstruktion von Realitäten durch Bilder, Objekte und sinnliche Erfahrung. Malerei, Installation, Video und olfaktorische Arbeiten transformieren bestehende Elemente in Umgebungen, in denen das Imaginierte physisch wahrnehmbar wird.
5. BÜCK DICH HOCH
Verbindungsräume von Halle 3 über das Gelände und den Hof
Selbstorganisiert von den teilnehmenden Künstler*innen
Künstler*innen: Finja Sander, Rebekka Homann, Jakob Urban
BÜCK DICH HOCH
BÜCK DICH HOCH bezieht seinen Titel aus dem Paradox, sich nach unten zu beugen, um nach oben zu gelangen. Die Ausstellung untersucht Spannungen zwischen freiwilliger Hingabe und strukturellen Zwängen. In ihren künstlerischen Praktiken setzen sich die Künstler*innen damit auseinander, wie Körper, Gemeinschaften und Bilder durch Kräfte von Macht, Arbeit, Begehren und Sichtbarkeit geformt werden. Statt einen einzelnen Raum einzunehmen, bewegt sich die Ausstellung durch die Übergangsbereiche des Geländes und verbindet auf diese Weise physisch mehrere Räume entlang der Route.
6. NON BEAUTIFUL, NEVER UGLY
Kranhalle, auf der gegenüberliegenden Seite des Hofs
Kuratiert von: Sarah Gramotke
Künstler*innen: allapopp, Henriette Sabroe Ebbesen, Lia Meret Lehmkuhl, Julia Rogosin
BEAUTY LABOUR. HACKING THE ALGORITHMIC BODY
BEAUTY LABOUR ist eine Übung darin, den algorithmischen Blick zu verlernen. Ausgehend von den visuellen Kulturen der Manosphere und von Looksmaxxing-Communities untersucht die Ausstellung den Punkt, an dem neoliberale Selbstoptimierung auf algorithmisch verstärkte Körperpolitik trifft. Mittels Video, Installation und Fotografie untersucht sie, wie Körper zum datenbasierten Selbst werden und sich auf KI-generierten, transhumanistische Ideale hin disziplinieren, während selbst Schlaf und Essen zu Produktionsorten umgedeutet werden.
7. BEAUTY LABOUR. HACKING THE ALGORITHMIC BODY
Kranhalle, auf der gegenüberliegenden Seite des Hofs
Kuratiert von: Sarah Gramotke
Künstler*innen: allapopp, Henriette Sabroe Ebbesen, Lia Meret Lehmkuhl, Julia Rogosin
BEAUTY LABOUR. HACKING THE ALGORITHMIC BODY
BEAUTY LABOUR ist eine Übung darin, den algorithmischen Blick zu verlernen. Ausgehend von den visuellen Kulturen der Manosphere und von Looksmaxxing-Communities untersucht die Ausstellung den Punkt, an dem neoliberale Selbstoptimierung auf algorithmisch verstärkte Körperpolitik trifft. In Video, Installation und Fotografie untersucht sie, wie Körper zu datenbasierten Selbsten werden und sich an KI-generierten, transhumanistischen Idealen disziplinieren, während selbst Schlaf und Essen zu Produktionsorten umgedeutet werden.
PROGRAMM
Das öffentliche Programm von HOLOBIONT findet vom 8. bis 13. September 2026 in den RWK Studios statt.
Der übergeordnete Programmrahmen steht fest. Detaillierte Speaker-Line-ups, einzelne Performance-Titel und weitere Programmpunkte werden in Kürze bekannt gegeben.
Die Anmeldung für ausgewählte Talks und Führungen öffnet am Montag, 24. August, über 3caberlin.com/news. Dort werden die jeweiligen Veranstaltungsseiten und Anmeldelinks verfügbar sein.
Dienstag, 8. September
Offizielle öffentliche Eröffnung
16:00–20:00 Uhr
16:00–20:00 Uhr
Die sieben Ausstellungen öffnen für die Öffentlichkeit.
Um 18:30 Uhr lädt HOLOBIONT zu einem öffentlichen Gespräch ein, das Künstler*innen, Kurator*innen und eingeladene Gäste zu einer der wiederkehrenden Fragestellungen zusammenbringt, die sich aus den sieben Ausstellungen heraus ergeben.
Im Anschluss an das Gespräch folgt eine Fragerunde mit dem Publikum.
Das genaue Thema und das Speaker-Line-up werden in Kürze bekannt gegeben. Die Anmeldung öffnet am Montag über 3caberlin.com/news. Angemeldete Gäste sind im Anschluss auf ein Glas Wein und informelle Gespräche in den Ausstellungen eingeladen.
Mittwoch, 9. September
Geschlossen
Donnerstag, 10. September
Öffentliche Führungen
16:00–20:00 Uhr
Drei Führungen geben Besucher*innen einen Einblick in alle sieben HOLOBIONT-Ausstellungen als zusammenhängendes Programm.
Die Führungen beginnen um:
16:30 / 17:30 / 18:30 Uhr
Jede Führung dauert etwa 45–55 Minuten und bietet eine kompakte Einführung in die Ausstellungen, die beteiligten Künstler*innen und die kuratorischen Positionen.
Die Führungen werden auf Deutsch und Englisch angeboten. Im Anschluss sind die Besucher*innen eingeladen, in die einzelnen Ausstellungen zurückzukehren, Arbeiten ausführlicher zu betrachten und Gespräche zu führen.
Die Anmeldung öffnet am Montag über 3caberlin.com/news.
Freitag, 11. September
Ausstellungen geöffnet
16:00–20:00 Uhr
Die sieben Ausstellungen sind den gesamten Nachmittag für alle Besucher*innen geöffnet.
Parallel zu den öffentlichen Öffnungszeiten veranstaltet HOLOBIONT eine Reihe privater Ausstellungsbesuche für eingeladene Freundeskreise, Kulturinstitutionen, Sammler*innenkreise und professionelle Netzwerke.
Diese begleiteten Besuche ermöglichen eine intensivere Begegnung mit den Ausstellungen sowie den beteiligten Künstlerinnen und Kuratorinnen und werden von einem Aperitif und informellen Gesprächen begleitet.
Die privaten Hosted Tours finden ausschließlich auf Einladung und parallel zu den regulären öffentlichen Öffnungszeiten statt.
Samstag, 12. September
HOLOBIONT – Lange Nacht der Performances
19:00–24:00 Uhr
Ein ganzer Abend mit Live-Performances entfaltet sich über die sieben Ausstellungen und das gesamte Gelände.
Ab 19:30 Uhr aktivieren Performances verschiedene Hallen, Ausstellungen und Außenbereiche und schaffen im Laufe des Abends eine Route durch HOLOBIONT.
Das Programm mündet in eine verlängerte Live-Sound-/Closing-Performance von 23:00–24:00 Uhr.
Bar und Ausstellungen bleiben den gesamten Abend geöffnet.
Die beteiligten Performerinnen kommen aus den HOLOBIONT-Ausstellungen sowie aus eingeladenen künstlerischen Positionen. **Einzelne Performances und Künstlerinnen werden im Vorfeld der Veranstaltung über @3caberlin vorgestellt.**
Das vollständige Programm der Langen Nacht wird nächste Woche als Programm-Highlight veröffentlicht.
Sonntag, 13. September
Open House / Tag der offenen Tür
13:00–19:00 Uhr
HOLOBIONT endet mit einem entspannten Open House auf dem gesamten Gelände.
Das Programm vereint alle sieben Ausstellungen, offene Ateliers, Performances, informelle Künstler*innengespräche, Lesungen, Führungsformate, Essen und Getränke, Kaffee und Kuchen sowie ein Familienprogramm für Kinder.
Weitere kleinere Gespräche, Lesungen und Performances finden über den gesamten Tag verteilt statt.
Im Außenbereich präsentiert der Vice Club eine kuratierte Auswahl klassischer Fahrzeuge als Teil des Open House.
Der Tag ist als offene Einladung gedacht, Zeit auf dem Gelände zu verbringen, Künstler*innen kennenzulernen, Ateliers zu besuchen und die Ausstellungen in einem informelleren Rahmen zu erleben.
Weitere Programmdetails werden über 3caberlin.com/news bekannt gegeben.
PROGRAMM-UPDATES & ANMELDUNG
Detaillierte Zeitpläne, bestätigte Speaker, einzelne Performance-Titel und Anmeldelinks für ausgewählte Programmformate werden im Vorfeld der Veranstaltung veröffentlicht.
Ab Montag, 24. August, sind alle Programm-Updates und die einzelnen Veranstaltungsseiten hier zu finden:
3caberlin.com/news
Für Programmpunkte, für die eine Anmeldung erforderlich ist, wird der jeweilige Anmeldelink direkt auf der Veranstaltungsseite verfügbar sein.
PARTNER UND UNTERSTÜTZER
LPG Biomarkt
Food-Installation für das private Pre-Opening
St-Germain
Drinks und Bar für das Eröffnungsprogramm
Fürst Bismarck
Getränke während des Wochenendprogramms
Hybris Sound
Technische Leitung und Ausstellungstechnik
DAHLEDOHR
Skulpturaler Sound und technische Zusammenarbeit vor Ort
3CA KEY FACTS
Name: 3CA, Create, Connect, Collaborate × Art
Standort: RWK Studios, Robert-W.-Kempner-Straße 6–8, 14167 Berlin
Gelände: rund 16.000 m²
Künstler*innen vor Ort: rund 60
Infrastruktur: Ateliers, Hallen, Produktionsflächen, Fotostudio, Schweiß- und Holzwerkstatt (RWK Werkstatt e.V.), Flächen für Ausstellungen und öffentliche Formate
Formate: offene Ateliers, Ausstellungen, Workshops, Performances, Talks, Kunstvermittlung
Förderung und Austausch: FLINTA Shared Space, ein Residency-Programm, das Künstler*innen für drei Monate einen kostenfreien Arbeitsplatz zur Verfügung stellt, sowie der RWK Werkstatt e.V. als gemeinnützige Struktur für Werkstätten, Kunstvermittlung, Jugend- und Bildungsarbeit
Referenzprojekt: ART House Rummelsburg, Berlin-Lichtenberg. Kulturelle Zwischennutzung einer leerstehenden Immobilie über rund eineinhalb Jahre mit Ateliers, Ausstellungen, Performances und interdisziplinären Veranstaltungen.
Team
Franziska Röhrs, Creative Direction, künstlerische Entwicklung, Community und kuratorische Prozesse
Nancy Schumacher, Operations, Finanzen, Verträge und Organisationsstrukturen
Johannes Bube, Standortentwicklung, Eigentümerbeziehungen, Partnernetzwerk
Jonas Kirsch, Förderer und Co-Founder
Gegründet von Franziska Röhrs, Johannes Bube und Jonas Kirsch. Heute geleitet von Franziska Röhrs, Johannes Bube und Nancy Schumacher.
3CA, ÜBER DAS PROJEKT
3CA entstand aus einer konkreten Beobachtung. Vielen Künstler*innen in Berlin fehlt bezahlbarer, verlässlicher und tatsächlich nutzbarer Arbeitsraum. Gleichzeitig stehen Industrie- und Gewerbeimmobilien leer oder werden nicht vollständig genutzt. 3CA arbeitet in genau dieser Lücke mit einem eigenen Modell kultureller Zwischennutzung.
Im Zentrum steht die Frage, wie temporär verfügbare Flächen als funktionierende künstlerische Infrastruktur aktiviert werden können, anstatt lediglich für eine Saison bespielt zu werden. 3CA entwickelt Standorte, an denen Ateliers, Werkstätten, Ausstellungsflächen, Produktionsräume, Community-Formate und öffentliche Programme zusammenkommen. Entscheidend ist nicht, einen Ort als Eventlocation zu inszenieren, sondern seine tatsächliche Nutzbarkeit als Arbeitsraum für zeitgenössische künstlerische Produktion.
Der Ansatz wird aus der Perspektive künstlerischer Praxis gedacht. Welche Bedingungen brauchen Künstler*innen, um zu arbeiten, zu produzieren, zu dokumentieren und sich weiterzuentwickeln, anstatt lediglich auszustellen? Die RWK Studios verfügen deshalb neben den Ateliers über große Hallen, Schweiß- und Holzwerkstätten, ein Fotostudio und Möglichkeiten zur fotografischen Dokumentation von Arbeiten, sodass zentrale Produktionsschritte direkt vor Ort stattfinden können.
Rund sechzig Künstler*innen arbeiten derzeit auf dem 16.000 Quadratmeter großen Gelände. 3CA ist weder ein klassisches Atelierhaus noch ein geschlossenes Kollektiv, sondern ein Produktionsstandort mit unabhängigen künstlerischen Positionen, gemeinsamer Infrastruktur und Formaten für Austausch, Sichtbarkeit und Professionalisierung. Neben den Ateliers organisiert 3CA Open Houses, Ausstellungen, Workshops, Performances, den FLINTA Shared Space und den gemeinnützigen RWK Werkstatt e.V.
3CA versteht Leerstand nicht als Übergangszustand, sondern als Ausgangspunkt für künstlerische Produktion, strukturelle Zusammenarbeit und neue Formen öffentlichen Lebens. Kulturelle Orte entstehen nicht allein durch verfügbare Fläche, sondern durch Verantwortung, Struktur und ein konkretes Verständnis davon, wie künstlerische Arbeit tatsächlich stattfindet.
TEILNEHMENDE KÜNSTLER:iNNEN UND KURATOR:INNEN
Niko Abramidis &NE, Emma Adler, allapopp, Lena Becerra, Linus Beckmann, Yury Belyavskiy, Léonard Berthou, Luis Bortt, Katja Breder, Alessio Cannizzo, Aurora Carlucci, Onyx Chladilová, Henriette Sabroe Ebbesen, David Ivo Ehimare, Susi Gelb, Manuel Goetz, Theo Goldbach, Sarah Gramotke, Leon Hofmann, Daniel Hölzl, Rebekka Homann, Jo Jakob Hübner, Zuleykha Ibad, Jonathan Joosten, Jolyon Jones, Bailey Keogh, Lia Meret Lehmkuhl, Emile Lenoir, Paula Maniscalco, Luka Naujoks, Marlon Nicolaisen, Viktor Petrov, Anastasia Pilepchuk, Emily Pretzsch, Anna Raczyńska, Moksha Richards, Julia Rogosin, Alec Ross, Julian Rümenapf, Finja Sander, Leopold Caspar Schäfer, Mona Schulzek, Alex See, Ida-Marie Simonsen, Skyhoje, Zoe Spehr, Lotta Stubenrauch, Johannes Thiel, Justin Urbach, Jakob Urban, Tatjana Vall, Ewelina Węgiel, Maxine Weiss, Delphine Wigger, Milena Wojhan, Anna Zachariades
55 Künstlerinnen und Kuratorinnen in den sieben Ausstellungen sowie offene Ateliers auf dem gesamten Gelände.